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Samstag, 18. Mai 2013

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Die Initiative für mehr Privatsphäre im Internet

Mitte 2010 haben sich mehrere Unternehmen  und Privatpersonen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich zusammengetan, um etwas zu verändern. Wir möchten nachhaltig über die gegenwärtige Situation innerhalb des Datenschutzes und darüber wie es um unsere Privatsphäre bestellt ist informieren.

Wir leben heute im Zeitalter von Spyware. Würmer und Vieren bedrohen unser neues Heiligtum, den unbeschränkten Zugang zum Internet.  Aber ist man erst online verhindert eine  enorme Flut an Nachrichten, Werbeeinschaltungen und Entertainment  freies Denken innerhalb der Gesellschaft. Und längst schicken sich riesige und enorm kapitalstarke Unternehmen an, die verschiedenen Inhalte zielgenau und effizient (Optimierung der Wertschöpfung), wie bestellt, an Nutzer weiter zu leiten. Diese erhalten sogenannte personalisierte Inhalte. Das verhindert die freie Wahl und schränkt uns damit in unserer freien Entwicklung ein.

Die gläserne Gesellschaft

Um das Ziel einer gläsernen  Gesellschaft zu erreichen werden gegenwärtig  enorme Mengen an Daten gesammelt. Während in sogenannten  sozialen Netzwerken massenhaft die privatesten Dinge freiwillig (durch Unwissenheit) einem riesigen Nutzerkreis preis gegeben werden, schicken sich die großen Suchmaschinen an, das Suchverhalten aufzuzeichnen.  Der Zweck bestand zuerst darin, unser Konsumverhalten zu ermitteln. Dies bringt den Vorteil der Personalisierung. Dabei werden verschiedene Verhaltensweisen ermittelt und das Kaufverhalten überwacht. Dadurch bekommen die Betreiber ein ziemlich genaues Persönlichkeitsbild. Werbung kann so Zielgruppengerecht und Umsatzsteigernd ausgeliefert werden. Das man so zu einem globalen Player werden kann, der über nahezu unbegrenzte Mittel verfügt, konnten wir am Beispiel Google miterleben. Das Unternehmen wurde innerhalb von einem Jahrzehnt zu einem der größten und mächtigsten Konzerne der Welt.

Es versteht sich aber von selbst, dass diese Daten auch für Regierungen und staatliche Organisationen von großem Nutzen sind. Während vor Kurzem noch die Rede von den bösen Suchmaschinen war, die diese Daten nicht nur abspeichern, sondern nahezu schamlos für ihren wirtschaftlichen Erfolg nutzen, werden in Brüssel nun ganz andere Töne laut. Auf die mitunter sehr privaten Daten möchten staatliche Institutionen nun unvermindert zugreifen und sogar Suchmaschinen wie Ixquick zur Sicherung der brisanten Daten verpflichten, Zugang eingeschlossen.

Wir sehen hier eine deutliche Gefahr für die freie Entwicklung der Menschen. Künftig könnten politische Meinungen, Produkte oder Dienstleistungen so gesteuert werden, dass eine gefährliche Beeinflussung der freien Meinung droht.

Deshalb steht unsere Initiative für

  • die Bekämpfung weiterer Bestrebungen in diese Richtung von wem auch Immer
  • das Aufzeigen von Möglichkeiten sich vor Datenpiraten selbst zu schützen
  • den unbedingten Schutz der Privatsphäre im Internet

Wir möchten hiermit Alle, die sich ebenfalls nicht wohl dabei fühlen, in der unbekannten Öffentlichkeit ihr Innerstes nach außen zu kehren auffordern, sich der Initiative anzuschließen. Durch eure Teilnahme gebt Ihr uns die notwendige Kraft, sich diesen Strömungen entgegen zu stellen. Außerdem werdet Ihr künftig von sämtlichen Änderungen im Gesetz oder von schwerwiegenden weiteren Eingriffen in eure Privatsphäre informiert und könnt entsprechend unserer Abwehrtipps handeln.

Aktualisiert: Montag, den 04. Oktober 2010 um 15:16 Uhr
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